Breitband

Die Basis aller Digitalisierung  

Leistungsfähige Breitband- und Glasfasernetze sind die infrastrukturelle Grundlage für eine digital vernetzte Gesellschaft und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Ausbau der Breitbandnetze erfolgt derzeit mit hoher Dynamik und erfordert erhebliche Umsetzungskapazitäten im Leitungsbau. Die Unternehmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Realisierung der digitalen Infrastruktur.  
 
Dabei zeigt sich: Entscheidend für einen nachhaltigen Netzausbau ist nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Bauqualität, die technische Sorgfalt und der verantwortungsvolle Umgang mit bestehender Infrastruktur. Nur eine fachgerechte Ausführung sichert eine dauerhaft leistungsfähige digitale Infrastruktur. 


„Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur steht unter hohem Zeitdruck. Entscheidend ist jedoch, dass Geschwindigkeit und Qualität gleichermaßen berücksichtigt werden. Nur so entsteht eine dauerhaft leistungsfähige digitale Infrastruktur.“ 

Konstantinos Makris, Referent Technik rbv

Die wesentlichen Handlungsfelder:

  1. Qualität sichern 
    Beschleunigte Genehmigungs- und Ausbauprozesse dürfen nicht zu Lasten der Bauqualität gehen, denn unsachgemäß ausgeführte Tiefbauarbeiten können Schäden an Straßen und bestehenden Leitungsnetzen verursachen. In der Praxis treten Qualitätsprobleme insbesondere dort auf, wo komplexe Nachunternehmerstrukturen ohne ausreichende Qualifikationsanforderungen zum Einsatz kommen. Im Kontext der Novelle des Telekommunikationsgesetzes sind daher verbindliche Qualitätsstandards, eine fachgerechte Bauausführung sowie der Einsatz qualifizierter und zertifizierter Leitungsbauunternehmen sicherzustellen. Gleichzeitig ist der Schutz bestehender Infrastrukturen und des unterirdischen Leitungsraums systematisch zu berücksichtigen. 

  2. Faire Vergabeverfahren und koordinierter Netzausbau  
    Beim Ausbau der Breitband- und Glasfasernetze sind eine fachgerechte Planung, eine qualitätsgesicherte Bauausführung und eine koordinierte Nutzung des unterirdischen Leitungsraums erforderlich. Bauleistungen sollten daher anhand der Kriterien technische Eignung, Qualifikation und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vergeben werden. Qualitätsorientierte Vergabeverfahren unterstützen einen strategisch abgestimmten Netzausbau, berücksichtigen bestehende Infrastrukturen und binden die Expertise qualifizierter Leitungsbauunternehmen ein. So werden Bauqualität, Versorgungssicherheit und der Schutz vorhandener Leitungsnetze nachhaltig gewährleistet.  

  3. Nachfrage im Glasfaserausbau verstetigen 
    Der dynamische Netzausbau kann zu einem kurzfristigen Kapazitätsaufbau und anschließenden Überkapazitäten führen. Um den Breitbandausbau nachhaltig zu entwickeln, ist daher eine Verstetigung der Nachfrage erforderlich. Nur durch verlässliche und kontinuierliche Ausbaupfade lassen sich stabile Marktstrukturen, planbare Investitionen und dauerhaft leistungsfähige Kapazitäten im Leitungsbau gewährleisten. Ziel ist es, den Ausbau der digitalen Infrastruktur langfristig auszurichten und strukturelle Über- und Unterauslastungen zu vermeiden. 

  4. Fachkräfte im Kabelleitungstiefbau stärken
    Der Ausbau der digitalen Netzinfrastruktur stellt hohe Anforderungen an die operative Leistungsfähigkeit im Kabelleitungstiefbau. Entscheidend sind qualifizierte Fachkräfte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 
    Der rbv engagiert sich daher gemeinsam mit Partnern aus der Versorgungswirtschaft in Qualifizierungsprogrammen für den Glasfaserausbau und bringt seine Expertise in entsprechende Brancheninitiativen ein. Der Fokus liegt auf praxisorientierten Ausbildungsformaten und klar definierten Kompetenzprofilen im Leitungs- und Kabelleitungstiefbau, um die Umsetzung der Ausbauprojekte mit qualifizierten Fachkräften nachhaltig abzusichern.

Unsere Positionen:

  • Der Ausbau der Breitbandnetze darf nicht einseitig auf Geschwindigkeit ausgerichtet werden. Fehlende Qualitätsstandards und mangelhafte Bauausführung führen zu Schäden an Straßen und bestehenden Infrastrukturen und gefährden die Nachhaltigkeit des Ausbaus.
  • Der Glasfaserausbau muss langfristig und strukturiert erfolgen. Kurzfristige Ausbauzyklen und sprunghafte Entwicklungen gefährden stabile Markt- und Kapazitätsstrukturen.
  • Synergien durch gemeinsame Planung und Mitverlegung anderer unterirdischer Infrastrukturen müssen konsequent genutzt werden, um Ressourcen effizient einzusetzen und Eingriffe zu minimieren. 

Downloads


Publikation „Glasfasernetze – Anwendungshilfe zur DIN18220“

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Publikation „Infrastrukturfachkräfte für Gasfasertechnik“

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