Fernwärme – viele Wachstumsperspektiven
Die Dekarbonisierung verändert die Wärmeversorgung grundlegend. Neben der dezentralen, elektronenbasierten Bereitstellung von Wärme – etwa über Wärmepumpen – gewinnt die leitungsgebundene Versorgung mit Fern- und Nahwärme deutlich an Bedeutung. Fern- und Nahwärmenetze werden somit zu einem wichtigen Bestandteil der Versorgung von Gebäuden, Quartieren und Industrie.
Eine besondere Stärke von Wärmenetzen ist ihre infrastrukturelle und energetische Flexibilität. Sie können Wärme aus unterschiedlichen Quellen aufnehmen, transportieren und bedarfsgerecht verteilen. Obwohl viele Netze heute noch hauptsächlich auf Erdgas basieren, sind sie technisch grundsätzlich dazu geeignet, ihre Erzeugungsbasis schrittweise auf klimafreundliche Quellen umzustellen, beispielsweise auf Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Abwärme oder Großwärmepumpen. Zusätzliche Flexibilität entsteht durch Speicher, neue Einspeisepunkte, angepasste Netztemperaturen und die schrittweise Weiterentwicklung der Erzeugungsanlagen.
„Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist ohne leistungsfähige Wärmenetze nicht erreichbar. Sie bündeln klimafreundliche Wärmequellen und machen sie im großen Maßstab nutzbar. Ohne ausreichende Finanzierung wird der notwendige Ausbau der Netze nicht gelingen.“
Name, Funktion
Unsere Positionen:
- Wärmenetze sind ein zentraler Baustein der Wärmewende. Der Ausbau muss konsequent vorangetrieben werden, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung von Städten, Quartieren und Industrie zu ermöglichen.
- Wärmenetze müssen integraler Bestandteil eines abgestimmten Energiesystems sein und eng mit Strom-, Gas- und Wasserstoffinfrastrukturen verzahnt werden.
- Die kommunale Wärmeplanung muss rechtsverbindlich umgesetzt werden und klare Orientierung für den Ausbau der Wärmenetze geben.
- Der Ausbau der Wärmenetze braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine stabile Finanzierung. Die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) muss deutlich erhöht und frühzeitig auf mindestens 3,5 Milliarden Euro jährlich angehoben werden.
1. Fossile Energieträger
dominieren weiterhin
48.1%
48.1%48.1% Weitere fossile Anteile: Steinkohle 9.2%, Braunkohle 3.6%, Mineralöl 1.5%
48.1%
Quelle: BDEW
2. Erneuerbare Energien und Abwärme gewinnen an Bedeutung
33.6% erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme
davon 10.4% Biomasse (Quelle: BDEW)
Rund 20% der gesamten Fern- und Nahwärmeerzeugung stammen aus erneuerbaren Energien (Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien)
Downloads:
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Infopoint Hygiene
Informationen zu grabenlosen Bauverfahren

