Wasser
Infrastruktur unter Anpassungsdruck
Eine sichere Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind unverzichtbare Grundlagen unseres täglichen Lebens. Sie funktionieren jedoch nur mit leistungsfähigen und dauerhaft intakten Leitungsnetzen. Diese Infrastruktur steht vor wachsenden Herausforderungen. Einerseits erreichen viele Netze ein hohes Alter, andererseits verändern sich die Anforderungen an Kapazität und Leistungsfähigkeit. Der verfügbare Raum im Untergrund ist begrenzt und durch bestehende Leitungen bereits stark genutzt.
Der Bau und die Erneuerung von Leitungen sind aufwendig und gehen häufig mit Belastungen für Menschen, Umwelt und Verkehr einher. Dennoch bleibt eine kontinuierliche Modernisierung unverzichtbar, um die Versorgung dauerhaft sicherzustellen. Neben der Erneuerung bestehender Netze gewinnt auch der Umgang mit nicht mehr benötigten Leitungen zunehmend an Bedeutung. Diese beanspruchen wertvollen Bauraum und stellen zusätzliche Anforderungen an Planung und Umsetzung.
„Die Anforderungen an Trinkwasser- und Abwassernetze steigen durch Klimawandel, alternde Infrastruktur und zunehmende Nutzungskonflikte im Untergrund spürbar. Investitionen müssen sich konsequent daran ausrichten.“
Achim Depiereux, Referent Technik rbv
Unsere Positionen:
- Trinkwasser- und Abwassernetze sind als Teil der kritischen Infrastruktur eine unverzichtbare Grundlage der öffentlichen Daseinsvorsorge und müssen entsprechend geschützt und resilient ausgestaltet werden.
- Der Zustand der Netze bestimmt Versorgungssicherheit, Gesundheitsschutz und wirtschaftliche Stabilität. Kontinuierliche Investitionen in Erhalt, Erneuerung und Modernisierung sind dafür Voraussetzung.
- Klimaanpassung erfordert leistungsfähige Netze, die sowohl Starkregen als auch Trockenperioden bewältigen können. Der Ausbau von Verbundsystemen und überregionalen Transportleitungen gewinnt dabei an Bedeutung.
- Der begrenzte Bauraum im Untergrund erfordert vorausschauende Planung und eine stärkere Koordinierung von Infrastrukturmaßnahmen.

